Hochwasser ? Ministerin informiert über aktuelle Situation und künftige Erfordernisse
07.01.2003, Magdeburg – 6
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 006/03
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Pressemitteilung Nr.: 006/03
Magdeburg, den 7. Januar 2003
Hochwasser ¿ Ministerin informiert über aktuelle Situation und künftige Erfordernisse
Umweltministerin Petra Wernicke hat heute im Kabinett über die aktuelle Situation informiert und auf künftige Erfordernisse aufmerksam gemacht.
Die aktuelle Hochwasserlage in den Flüssen Sachsen-Anhalts konzentriert sich jetzt schwerpunktmäßig auf die Elbe und das Einzugsgebiet der Unteren Saale. Der Hochwasserscheitel der Elbe passiert heute den Raum Torgau und erreicht Donnerstag Magdeburg. Der ebenfalls sehr langgestreckte Scheitel der Saale befindet sich gegenwärtig im Raum Bernburg. Wegen des Rückstaueffektes der Elbe in die Saale kommt es zu einem ausgesprochen zögerlichen Wasserstandsrückgang in der Unteren Saale.
Sicherheit der Deiche
Die nach dem Augusthochwasser reparierten Deichabschnitte haben den bisherigen Belastungen standgehalten. Darüber hinaus wurden auch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen (u.a. Herrenkrugdeich) durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk ist jetzt auf treibende Eisschollen zu richten, die ggf. rechtzeitig gesprengt werden müssen.
Talsperren
Wie das jüngste Hochwasser zeigt, sind die Talsperren effektive Anlagen zur Verminderung akuter Hochwassergefahren in den Unterläufen der Gewässer. Das wurde an der Wirkung der Saaletalsperren sowie der Talsperre (TS) Straußfurth in Thüringen, aber auch der TS Kelbra sowie dem Rappbodetalsperrensystem deutlich. Dabei hat sich die organisatorische und personelle enge Verzahnung des Talsperrenbetriebs mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft als sehr günstig erwiesen. Deshalb betont Umweltministerin Petra Wernicke:" Wir werden bei allen überlegungen zur Privatisierung des Fernwassersystems hohe Priorität auf den Hochwasserschutz legen. Wir werden sicherstellen, dass der Hochwasserschutz auch zukünftig eine hoheitliche Aufgabe und effektives Handeln jederzeit möglich bleibt."
Rückhaltebecken im Harz
Zwar hat sich die Hochwassersituation im Harz wieder entspannt. Aber es ist noch einmal deutlich geworden, dass die Region dringend Möglichkeiten zur Rückhaltung von Wasser braucht. Jeder Kubikmeter, der nicht zum Abfluss kommt, ist ein Gewinn für den Hochwasserschutz. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Anlage "grüner" Rückhaltebecken an Wipper und Selke. En entsprechender Hochwasseraktionsplan Selke liegt vor und soll zügig umgesetzt werden.
Landeskonzept Hochwasser
Das Umweltministerium hat jetzt ein Hochwasserschutzkonzept erarbeitet, welches jetzt mit den betroffenen Ressorts des Landes abgestimmt wird und im Frühjahr endgültig vorgestellt werden soll.
Grundwasser
Der in vielen Orten festgestellte hohe Grundwasserstand hat nur indirekt etwas mit dem aktuellen Hochwasser zu tun. Die drei Hochwässer von 2002 (Frühjahr, August und Herbst) haben insbesondere im Urstromtal der Elbe zeitversetzt zu einer sehr guten Auffüllung der Grundwasserleiter geführt. Hinzu kommt, dass im vergangenen Jahr überdurchschnittlich viel Regen fiel, was sich auch in hohen Grundwasserständen widerspiegelt. Die langjährigen Grundwasserstandsmessungen weisen regelmäßig Perioden von niedrigen und hohen Grundwasserständen aus. Das sind ganz natürliche Prozesse und damit natürliche Verhältnisse.
Wasserbeschaffenheit der Elbe und Saale
Zur Ermittlung der Auswirkungen des Winterhochwassers 2002/2003 auf die Gewässergüte der Elbe und Saale läuft ein Sonderprogramm zur Erfassung der Belastungen.
Gemessen wird an den Messstationen Elbe/Magdeburg, Saale/Klein Rosenburg (Mulde/Dessau) sowie Elbe/Wittenberg und Saale/Trotha.
Die ersten Analysenwerte wiesen bisher keine außergewöhnlichen Befunde auf. Die Messergebnisse für die organische Belastung, Schwebstoffe und Schwermetalle sind wie bei jedem Hochwasser erwartungsgemäß erhöht.
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