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Pressemeldungen der Polizei

Polizeimeldung Polizeirevier Stendal

Berichtszeitraum 01.01. - 31.12.2025

06.05.2026, Stendal – 112/2026

  • Polizeirevier Stendal

Polizeiliche Unfallstatistik 2025 des Polizeireviers Stendal - Landkreis Stendal

Polizeiliche Unfallstatistik 2025 des Polizeireviers Stendal

Allgemeine Verkehrsunfallentwicklung – Trend

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Stendal ereigneten sich im Jahr 2025 insgesamt 4.207 Verkehrsunfälle (+54, +1,30%). Im Vergleich zu den Vorjahren ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. 

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg um 51 Unfälle von 327 auf 378 (+15,60%). Dabei wurden insgesamt 475 Personen verletzt, 44 Verkehrsteilnehmer mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Leichtverletzten stieg von 372 auf 402 (+8,06%). Die Anzahl der Schwerverletzten ist von 54 auf 66 Personen gestiegen (+22,22%).

Bei den Verkehrsunfällen im Landkreis Stendal verunglückten bei vier Verkehrsunfällen insgesamt sieben Personen tödlich (zwei Personen mehr als im Jahr 2025).

Abbildung 1:  Kurzübersicht Verkehrsunfälle

 

Jahresabschluss 2025

 

Jahr

Jahr

Trend

 

2024

2025

absolut

in %

 

 

 

 

 

1. Verkehrsunfälle (gesamt) , davon

4153

4207

54

1,30

1.1. außerhalb geschlossener Ortschaften

2087

2077

-10

-0,48

1.2. innerhalb geschlossener Ortschaften

2066

2130

64

3,10

 

 

 

 

 

2. VU mit Personenschaden, davon

327

378

51

15,60

2.1. außerhalb geschlossener Ortschaften

146

175

29

19,86

2.2. innerhalb geschlossener Ortschaften

181

203

22

12,15

 

 

 

 

 

3. Getötete (gesamt), davon

5

7

2

40,00

3.1. außerhalb geschlossener Ortschaften

5

4

-1

-20,00

3.2. innerhalb geschlossener Ortschaften

0

3

3

100,00

3.3. unter 15 Jahre

0

0

0

0,00

3.4. von 15 bis unter 18 Jahre

0

0

0

0,00

3.5. von 18 bis unter 25 Jahre

0

1

1

100,00

3.6. ab 65 Jahre

4

4

0

0,00

 

 

 

 

 

4. Schwerverletzte (gesamt), davon

54

66

12

22,22

4.1. außerhalb geschlossener Ortschaften

34

44

10

29,41

4.2. innerhalb geschlossener Ortschaften

20

22

2

10,00

4.3. unter 15 Jahre

3

5

2

66,67

4.4. von 15 bis unter 18 Jahre

3

5

2

66,67

4.5. von 18 bis unter 25 Jahre

8

7

-1

-12,50

4.6. ab 65 Jahre

6

15

9

150,00

 

 

 

 

 

5. Leichtverletzte (gesamt), davon

372

402

30

8,06

5.1. außerhalb geschlossener Ortschaften

185

193

8

4,32

5.2. innerhalb geschlossener Ortschaften

187

209

-22

-11,76

5.3. unter 15 Jahre

31

21

-10

-32,26

5.4. von 15 bis unter 18 Jahre

24

33

9

37,50

5.5. von 18 bis unter 25 Jahre

48

44

-4

-8,33

5.6. ab 65 Jahre

60

78

18

30,00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahr

Jahr

Trend

 

2024

2025

Absolut

in %

 

 

 

 

 

6. VU mit Sachschaden (gesamt), davon

3826

3829

3

0,08

6.1. außerhalb geschlossener Ortschaften

1941

1902

-39

-2,01

6.1.1 davon schwerwiegende VU

38

41

3

7,89

6.2. innerhalb geschlossener Ortschaften

1885

1927

42

2,23

6.2.1 davon schwerwiegende VU

62

44

-18

-29,03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.1. Fahruntüchtigkeit gesamt, davon

98

69

-29

-29,59

7.1.1. Alkohol

53

33

-20

-37,74

7.1.2. illegale Drogen

11

3

-8

-72,73

7.1.3. Alkohol und Drogen

3

3

0

0,00

7.1.4. Übermüdung

6

7

1

16,67

7.2. Geschwindigkeit

128

182

54

42,19

7.3. Abstand

216

242

26

12,04

7.4. falsche Straßenbenutzung

216

197

-19

-8,80

7.5. Überholen, Wiedereinordnen

116

93

-23

-19,83

7.6. Nebeneinander-, Vorbeifahren

34

25

-9

-26,47

7.7. Vorfahrt, Vorrang

167

174

7

4,19

7.8. Abbiegen

126

158

32

25,40

7.9. Wenden, Rückwärtsfahren

179

187

8

4,47

7.10. Ein- und Ausfahren

109

97

-12

-11,01

7.11. falsches Verhalten geg. Fußgänger

12

10

-2

-16,67

7.12. falsches Verhalten geg. Radfahrer

72

97

25

34,72

7.13. technische Mängel

20

24

4

20,00

7.14. falsches Verhalten der Radfahrer

79

82

3

3,80

7.15. falsches Verhalten der Fußgänger

13

20

-7

-58,85

7.16. Wildunfälle

1633

1524

-109

-6,67

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8.4. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

648

654

6

0,93

 

Ausgewählte Unfallursachen

Hauptunfallursache im Landkreis Stendal sind Wildunfälle mit 1.524 Unfällen (36,23%). Hier ist ein Abfall von 109 Unfällen (-6,67%) zu verzeichnen.

Die zweithäufigste Unfallursache ist „Abstand“ mit 242 Fällen (6,01%, +26 Fälle, +12,04%) und die „falsche Straßenbenutzung“ mit 197 Fällen (4,89%, -19 Fälle, -8,80%). 

Die Unfallursache „Wenden und Rückwärtsfahren“ ist um acht Fälle (+4,47%) gestiegen und stellt mit 187 Fällen die vierthäufigste Unfallursache dar.

Die Ursache „Vorfahrt“ beinhaltet 174 Fälle.

Die Ursache „Geschwindigkeit“ verzeichnet mit 182 Fällen einen Anstieg um 54 Fälle (+42,19 %). Hier spielt neben einer zu hohen Geschwindigkeit vor allem eine nicht angepasste Geschwindigkeit eine Rolle. Eine nicht angepasste Geschwindigkeit bedeutet eine nicht den Witterungsverhältnissen bzw. den örtlichen Gegebenheiten angemessene Geschwindigkeit.

36 Unfälle wurden durch Alkohol verursacht und 5 Unfälle durch Drogenkonsum und Mischkonsum von Alkohol und Drogen.

 

Hauptunfallursache Wild

Abbildung 2: Entwicklung Wildunfälle im Bereich des PRev SDL

  • Anzahl Wildunfälle nach Monaten:

Januar (105); Februar (87); März (99); April (153); Mai (175); Juni (117); Juli (115); August (111); September (110); Oktober (160); November (158); Dezember (134)

  • 50,98% (777) aller Wildunfälle ereigneten sich zwischen 05:00 und 08:00 Uhr und 20:00 bis 23:00 Uhr
  • Anzahl Wildunfälle nach Wildarten:
    • Rehwild (1207), Hasen/Wildkaninchen (103), Schwarzwild (45), Fuchs (31), Rotwild/Damwild (27)
  • acht Unfälle mit Personenschaden, dabei sieben leichtverletzte und eine schwerverletzte Person
  • keine regionalen Schwerpunkte, Wildunfälle verteilen sich über den gesamten Landkreis

 

Verkehrsunfälle mit Personenschaden nach ausgewählten Unfallursachen

Bei 378 Verkehrsunfällen wurden 475 Personen verletzt oder getötet. Die drei Unfallursachen „Vorfahrt“, „Abstand“ und „Geschwindigkeit“ haben in der Summe mit 598 Unfällen einen Anteil von 14,85% am Gesamtunfallaufkommen, bei den Unfallfolgen einen Anteil von 46,83% aller Unfälle mit Personenschaden.

Bei Unfällen unter Alkohol und Drogeneinfluss beträgt der Anteil am Gesamtunfallaufkommen lediglich 0,97%, jedoch wurden bei 53,85% dieser Unfälle Personen verletzt.

Bei den 1.524 Wildunfällen trat bei lediglich 0,55% ein Personenschaden ein.

 

Unfallbeteiligte nach Risikogruppen

Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern (bis 14 Jahre):

  • Kinder verursachten 2025 insgesamt 11 Verkehrsunfälle (2024, 13), davon sechs Mal als Fahrradfahrer
  • Zwei Mal war ein Kind als Fußgänger Unfallverursacher (2024, 1)

 

Verkehrsunfälle der 18 bis 24-Jährigen:

  • Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung der 18 bis 24-Jährigen ist konstant geblieben, sie entspricht einem Anteil von 11,20 % am Gesamtunfallgeschehen.

 

Verkehrsunfälle der über 65-Jährigen:

  • Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung der Senioren ist um 52 auf 956 Unfälle gestiegen, das entspricht einem Anteil von 18,34% am Gesamtunfallgeschehen.
  • Senioren verursachten 2025 632 Verkehrsunfälle (2024, 568), davon 48,26% (305) durch die Altersgruppe 75+.

Abbildung 3: Verkehrsunfälle der über 65-Jährigen

 

Verkehrsunfälle nach Art der Verkehrsbeteiligung

Verkehrsunfälle mit Pkw:

Abbildung 4: Verkehrsunfälle mit Pkw

  • Bei 90,61% der Gesamtunfälle waren Pkw beteiligt.

 

Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern:

Abbildung 5: Verkehrsunfälle mit Radfahrern

  • 2025 waren Fahrradfahrer in 69 Fällen Unfallverursacher (2024, 58)
  • Fahrradfahrer 6 – 9 J.                    2 x Verursacher (2024, 1)
  • Fahrradfahrer 10 – 14 J.               4 x Verursacher (2024, 10)
  • Fahrradfahrer 50 – 59 J.               7 x Verursacher (2024, 5)
  • Fahrradfahrer 60 - 65 J.                5 x Verursacher (2024, 0)
  • Fahrradfahrer 65+ J.                      12 x Verursacher (2024, 3)

 

Verkehrsunfälle mit Krafträdern (über 11 KW):

Abbildung 6: Verkehrsunfälle mit Krafträdern

 

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Folgenlose Trunkenheitsfahrten, Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss

Abbildung 8: Folgenlose Trunkenheitsfahrten, Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss

 

Folgenlose Drogenfahrten, Verkehrsunfälle unter Einfluss von Drogen

Abbildung 9:  Folgenlose Fahrten unter den Einfluss von Betäubungsmittel, VU unter Drogeneinfluss

 

Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss nach Lebensalter und Art der Verkehrsbeteiligung

Abbildung 10:  Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss nach Lebensalter und Verkehrsbeteiligung

 

Verkehrsüberwachung

  • Ahndungen gesamt:           5.053  Verkehrsordnungswidrigkeiten, davon
    • Geschwindigkeit     467    
    • Gurt                           188
    • Handy                       205

 

Unfallhäufungsstellen

  • Hansestadt Stendal, Schützenplatz

 

Verkehrsprävention

298 Veranstaltungen/Schulungen

  • In Kindertagesstätten/Vorschulen, Grundschulen, Sekundarschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen
  • im Erwachsenen- und Seniorenbereich
  • in ausgewählten Zielgruppen (Radfahrer, Lkw-Fahrer, Kradfahrer)

mit insgesamt 8.333 Teilnehmern

 

Fazit

  • Gesamtanzahl an Verkehrsunfällen konstant
  • Anzahl der schwerverletzten Personen konstant
  • Anstieg der Anzahl der Verkehrstoten
  • Weniger Verkehrsunfälle unter Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln
  • Anstieg der Verkehrsunfälle mit Radfahrern

Impressum: Polizeiinspektion Stendal Polizeirevier Stendal Beauftragte für Pressearbeit Uchtewall 3 39576 Stendal Tel: +49 3931 685 193 oder +49 3931 685 252 Fax: +49 3931 685 190 Mail: za.prev-sdl@polizei.sachsen-anhalt.de

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