Pressemeldungen der Polizei
rechtsextremistische Kundgebung
in Burg verhindert
13.08.2007, Stendal – 729
- Polizeidirektion Stendal
Polizeidirektion Stendal - Pressemitteilung Nr.: 729/07
Polizeidirektion Stendal -
Pressemitteilung Nr.: 729/07
Stendal, den 13. August 2007
rechtsextremistische Kundgebung
in Burg verhindert
Polizeidirektion Magdeburg
- Pressestelle -
Polizeibericht Nr. 175/07 vom
10.08.07 zum 11.08.07
Gemeinsame Pressemitteilung der
Polizeidirektion Stendal und der Polizeidirektion Magdeburg
070811-446 - MD Verbotene
rechtsextremistische Kundgebung in Burg erfolgreich verhindert; auch in anderen
Orten geht die Polizei gegen Ersatzveranstaltungen der Rechten vor.
Wie die Polizeidirektion Stendal
gestern berichtete, bestätigte das Oberverwaltungsgericht Magdeburg das
polizeiliche Verbot einer für den 11.08.2007 geplanten rechtsextremistischen
Kundgebung in Burg.
Noch bis zum späten Vormittag
leugnete der Anmelder der rechtsextremistischen Versammlung auf einschlägigen
Internetseiten und gegenüber der Presse die Existenz der
oberverwaltungsgerichtlichen Entscheidung. Die Polizei war daher mit starken
Kräften in Burg vor Ort, um bereits die Anreise von allen potentiellen
Teilnehmern der rechtsextremistischen Kundgebung zu verhindern. In Burg wurden
insgesamt 32 Platzverweise ausgesprochen; angrenzende Polizeibehörden
vereitelten die Teilnahme einer Vielzahl von weiteren Anreisenden.
Störungsfrei und friedlich verliefen
indes am Vormittag zwei weitere angemeldete Versammlungen. In der Burger
Innenstadt versammelten sich um 10:30 Uhr ca. 150 Personen zu einer Mahnwache
zum Thema "Für mehr Toleranz und Menschlichkeit". Unter den
Teilnehmern waren sowohl der Burger Oberbürgermeister Sterz als auch Vertreter
der Kirchen und sämtlicher demokratischer Parteien.
Zeitgleich veranstaltete die linke
Szene unter dem Motto "Let´s push things Forward" einen
Demonstrationszug durch Burg. An dieser Veranstaltung nahmen ca. 170 Personen
teil. Sie fand gegen 12:30 Uhr auf dem Platz des Friedens ihr Ende.
Trotz des Demonstrationsverbots
ließen die Rechten nicht von Versuchen ab, in anderen Städten Aufzüge und
Kundgebungen als Ersatz durchzuführen.
Für die Städte Halle und Halberstadt
kurzfristig für die Nachmittagsstunden angemeldete Kundgebungen der
rechtsextremen Szene, als offensichtliche Ersatzveranstaltungen für die in Burg
verbotene Demonstration, wurden von der Polizei ebenfalls konsequent untersagt
und mit zum Teil massivem Kräfteeinsatz vereitelt.
Als ca. 100 Personen der rechten
Szene gegen 13:15 Uhr eine Ersatzdemonstration auf dem Magdeburger
Bahnhofsvorplatz durchzuführen versuchten, ließen die Einsatzkräfte dem Treiben
keinen Raum. Gegen 80 Personen der rechten Szene wurden
Identitätsfeststellungen durchgeführt. Die verhängten Platzverweise wurden
ausnahmslos befolgt, so dass Ingewahrsamnahmen nicht mehr nötig waren. Zu
Ausschreitungen kam es hierbei ebenfalls nicht.
Polizeipräsident Lottmann äußerte zu
den erfolgreichen Polizeimaßnahmen gegen Rechtsextremisten seine große
Zufriedenheit und zollte allen Einsatzkräfte seine Anerkennung. In diesem Sinne
werde die Polizei weitermachen.
Ungeachtet der vorstehenden
Ereignisse kam es gegen 15:15 Uhr zu einer Sachbeschädigung an dem
Bekleidungsgeschäft "Narvik" im Hundertwasserhaus, wo ein
Tatverdächtiger ermittelt werden konnte. Weiterhin wurden in diesem
Zusammenhang durch die Polizei bei 15 Personen der linken Szene
Identitätsfeststellungen durchgeführt und Platzverweise erteilt. (fla, za)
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Tel: (03931) 682-204
Fax: (03931) 682-202
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pressestelle@sdl.pol.lsa-net.de
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