Menu
menu

Pressemitteilungen der Ministerien

Gedenken an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953

16.06.2022, Magdeburg – 068/2022

  • Ministerium für Inneres und Sport

Der Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 jährt sich zum 69. Mal. Sachsen-Anhalts Ministerin für Inneres und Sport, Dr. Tamara Zieschang, erinnert am Freitag an dieses bedeutende Ereignis der jüngeren Geschichte. Zum Jahrestag des Volksaufstands wird sie im Gedenken an den Mut der Menschen und die Opfer des Volksaufstands einen Kranz vor dem Innenministerium, dem heutigen „Platz des 17. Juni“, niederlegen.

Dr. Tamara Zieschang: „Vor 69 Jahren machten Zehntausende Menschen in Sachsen-Anhalt und Hunderttausende in der gesamten DDR ihrem Unmut Luft. Sie waren mutig und gingen für Freiheit und gegen das SED-Regime auf die Straße. Die Erinnerung an den 17. Juni 1953 muss lebendig bleiben und uns mahnen: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich.“

 

Hintergrund:

Bei dem Volksaufstand protestierten Menschen in Hunderten Orten der DDR für ihre Freiheit. Sie zogen vor die Gefängnisse, forderten oder erzwangen die Freilassung politischer Gefangener, bestreikten Betriebe und besetzten zahlreiche öffentliche Gebäude. Das SED‑Regime schlug die friedlichen Proteste mit Hilfe sowjetischer Truppen blutig nieder. Mindestens 55 Menschen kamen während und nach diesem Ereignis ums Leben. Etwa 15.000 Menschen wurden – oft willkürlich – festgenommen. Rund 1.800 Menschen wurden von DDR‑Gerichten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch sowjetische Militärtribunale verhängten Strafen von bis zu 25 Jahren Gefängnis und sogar Todesstrafen.

Auch in Sachsen-Anhalt beteiligten sich die Menschen an zahlreichen Orten am Volksaufstand, den Besetzungen, Streiks und trugen bei Demonstrationen lautstark ihre Forderungen vor. Beispiele sind die Städte Bitterfeld und Halle (Saale).

In Magdeburg fanden die damaligen Proteste ihren Höhepunkt vor der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei (BDVP), dem heutigen Dienstgebäude des Ministeriums für Inneres und Sport. Dort versammelten sich Tausende Demonstranten, von denen einige in das Gebäude gelangten und unter anderem die Freilassung der hier einsitzenden politischen Gefangenen forderten. Wie in der gesamten Stadt wurde die Demonstration auch vor der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei durch sowjetische Truppen brutal niedergeschlagen.

Impressum:
Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt
Verantwortlich:
Franziska Höhnl
Pressesprecherin

Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni"
39112 Magdeburg

Telefon: 0391 567-5504/-5514/-5516/-5517/-5542
Fax: 0391 567-5520
E-Mail: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

Pressemitteilung als PDF