Pressemitteilungen der Justiz
Einstellung der Ermittlungen wegen des Brandanschlags auf die geplante Asylbewerberunterkunft in Tröglitz am 04. April 2015
22.07.2016, Halle (Saale) – 1
- Staatsanwaltschaft Halle
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Die
Staatsanwaltschaft Halle hat am 11.07.2016 das Ermittlungsverfahren wegen des
Brandanschlags auf die geplante Asylbewerberunterkunft in Tröglitz am 04. April
2015 eingestellt, weil der/die Täter, die dafür verantwortlich sind, nicht
ermittelt werden konnten. In den frühen Morgenstunden des Tattages waren
der/die Täter durch eine Seitentür in das Objekt gewaltsam eingedrungen und
hatten Brandbeschleuniger aus zwei mitgeführten Kanistern an mehreren Stellen
innerhalb des Gebäudes verteilt und entzündet. Die Flammen erfassten
insbesondere das Dachgeschoss des Gebäudes, wodurch ein erheblicher Sachschaden
entstand. Die noch in einem Teil des Gebäudes lebenden Bewohner konnten durch
Nachbarn rechtzeitig gewarnt werden und wurden nicht verletzt.
Im Rahmen der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt ist ca.
350 Hinweisen zu Personen bzw. zu im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung
abgebildeten Gegenständen nachgegangen worden. Circa 600 Haushalte in Tröglitz
sind zum Sachverhalt aufgesucht und befragt worden, ca. 250 Vernehmungen sind
im Zusammenhang mit der Brandstiftung durchgeführt worden. Soweit die Vielzahl
der ausgewerteten Spuren und eingegangenen Hinweise in Verbindung mit weiteren
Untersuchungen zu 6 namentlich bekanntgemachten Personen geführt hat, die mit
dem Brand in Verbindung gestanden haben könnten, haben sich diese
Verdachtsmomente nicht bestätigt. Schließlich hat auch ein Abgleich der am
Tatort festgestellten und gesicherten Spuren mit vorliegendem
Vergleichsmaterial von über 100 Personen nicht zu einer Aufklärung des
Verbrechens geführt.
Weitere, erfolgversprechende Ermittlungsansätze sind derzeit nicht ersichtlich.
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