Die Menschen werden heute anders alt als früher: Wer gegenwärtig 60 Jahre alt ist, der ist biologisch gesehen fünf oder sechs Jahre jünger als ein 60-Jähriger vor 30 Jahren. Zudem sind die 75-Jährigen und Älteren nicht zwangsläufig pflegebedürftig. "Das" Alter gibt es nicht. Vielmehr verläuft Alter(n) als Prozess der Differenzierung und Individualisierung, auf den biologische und soziale Faktoren einwirken.
Diese differenzierte Sicht auf die Lebensphase "Alter" muss im öffentlichen Diskurs weiter vertieft werden. Denn die klassische Dreiteilung der Biographie in Bildungsphase, Erwerbsleben und Rentenalter ist heute längst nicht mehr aktuell: Die Gesellschaft des langen Lebens bedeutet viel mehr rüstige, aktive Ältere, aber auch zugleich mehr Kranke und Demenzkranke.
Die Landesregierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, allen die Chance zu geben, sich in die Gesellschaft einzubringen, und die letzte Lebensphase möglichst selbstbestimmt und mit so viel Lebensfreude wie möglich zu verbringen.
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