Investitionen in die Jüngsten
Auf der einen Seite gehen Sachsen-Anhalt die Eltern aus. Andererseits werden in keinem anderen Bundesland prozentual so viele Jungen und Mädchen in Tageseinrichtungen betreut. Einer aktuellen Studie zufolge wird der Anteil der potentiellen Eltern im Alter zwischen 22 und 35 in 15 Jahren nur noch bei zwölf Prozent liegen. 2006 waren es noch knapp 16 Prozent. Dagegen meldete das Statistische Landesamt: Der Anteil der in den Tageseinrichtungen ganztags betreuten Kinder im Alter von drei bis unter 6 Jahren betrug 61,5 Prozent, von den unter Dreijährigen wurden 60,9 Prozent ganztags betreut.
Weil Investitionen in die frühkindliche Bildung Investitionen in die Zukunft Sachsen-Anhalts sind, setzt die Landesregierung auch künftig in eine überdurchschnittliche, das heißt flächendeckende und wohnortnahe Betreuung. Die hervorragende quantitative Ausstattung soll als Standortfaktor durch eine qualitative Stärkung weiterentwickelt werden. So wird an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) der Bachelorstudiengang „Bildung, Erziehung und Betreuung im Kindesalter – Leitung von Kindertageseinrichtungen“ angeboten – als berufsintegrierendes und –begleitendes Studium für berufserfahrene pädagogische Fachkräfte in den Kitas.
Finanziert mit EU- und Landesmitteln werden Fortbildungsreferentinnen und Fortbildungsreferenten qualifiziert, die dann wiederum an den Kindertageseinrichtungen Kita-Teams fortbilden. Insgesamt sollen mit diesem Programm bis 2013 bis zu 9.000 pädagogische Fachkräfte erreicht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Bildungsarbeit in den Kitas ist die Sprachförderung. Seit dem Kindergartenjahr 2009/2010 wird die Sprachkompetenz aller 3- bis 4-jährigen Jungen und Mädchen untersucht und gegebenenfalls gefördert.
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