Migrantinnen stehen häufig doppelter Diskriminierung gegenüber: Zum einem der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit und zum anderen der häuslichen Gewalt.
Viele der Ausländerfrauen sind auf der Flucht vor schwierigen und/oder lebensbedrohenden Lebenslagen nach Deutschland gekommen. Je nach kulturellem Hintergrund akzeptieren sie die Misshandlungen ihres Ehemannes wegen einer vom Patriarchat geprägten Sozialisation. Oder sie fürchten wegen ihrer schlechten Erfahrungen im Heimatland den Kontakt mit Polizei, Gerichten und staatlichen Organisationen. Wegen ihrer spezifischen rechtlichen Lage, fehlender Kenntnis über Gesetze, Sprachschwierigkeiten oder sozialen Einsamkeit sind sie in Bezug auf Konflikte und Gewalt besonders gefährdet.
Allen Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, bieten in Sachsen-Anhalt Frauenberatungsstellen, Frauenhäuser, Notrufe sowie spezifische Beratungs- und Unterstützungsangebote aktive Hilfe.
Spezielle Unterstützung gibt es zudem in den Beratungsstellen der Migrationsberatung für Erwachsene, der Jugendmigrationsdienste und der Beratung nach dem Landesaufnahmegesetz.
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