Achtung! Aktuell! Waldklimakonferenz 2013
5. April 2013 in Wernigerode
Die Waldklimakonferenz 2013 findet am 5. April 2013 im Rathaussaal in Wernigerode unter dem Titel "Harzwald im KlimaWANDEL" statt.
Interessierte sind herzlich eingeladen.
Anmeldeschluss ist der 25.3.2013!
Einladung und Programm erhalten Sie hier.

Die Anpassung an den Klimawandel ist neben dem Klimaschutz die zweite Säule der Klimapolitik in Sachsen-Anhalt. Nach Einschätzung der großen Mehrheit von Wissenschaft und Politik ist der Klimawandel trotz aller Bemühungen um den Klimaschutz nicht aufzuhalten. Das belegen auch die erhobenen Daten und Szenarien für Sachsen-Anhalt. Das Klima in Sachsen-Anhalt wird sich voraussichtlich regional in unterschiedlicher Weise ändern. Grundsätzlich wird eine Zunahme der Niederschläge im Winter und eine Abnahme im Sommer erwartet. Im Harz ist von einer generellen Zunahme der Niederschläge auszugehen. Die Durchschnittstemperatur wird wahrscheinlich steigen und ebenso das Risiko von Extremereignissen wie Hitzewellen und Hochwasserereignissen. Vertiefende Informationen liefert die Vulnerabilitätsstudie für Sachsen-Anhalt. Sie wurde in 2012 als Untersuchung zu den Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt mit einem Fokus auf Extremereignisse fortgeschrieben. Die Ergebnisse wurden in einer Klimakonferenz am 30.11.2012 in Magdeburg vorgestellt.
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Das Zusammenspiel der prognostizierten Veränderungen stellt sowohl die Flächennutzer wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau sowie den Naturschutz vor neue Herausforderungen, Risiken und Chancen. Aber auch das Gesundheitswesen, die Wirtschaft, der Katastrophenschutz, die Kommunen, die Bildungsträger und alle Bürger müssen sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen.
Die Landesregierung Sachsen-Anhalts hat deshalb die Strategie zur Anpassung an den Klimawandel aus 2010 fortgeschrieben und am 11.12.2012 zur Anhörung freigegeben.
Strategie und Aktionsplan wurden von der im Jahr 2007 eingerichteten AG Klimawandel überarbeitet, die am 10.7.2012 den ersten Umsetzungsbericht zu Strategie und Aktionsplan sowie ihren Arbeitsbericht der letzten zwei Jahre vorgelegt hat. Im November 2012 wurden die Ergebnisse der Untersuchung zu den Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt vorgelegt und gleichzeitig in den Entwurf der Fortschreibung der Anpassungsstrategie an den Klimawandel eingearbeitet. Die öffentliche Anhörung läuft ab 11.12.2012. Die überarbeitete Anpassungsstrategie und die Möglichkeit, nach einer Anmeldung Ihren Kommentar abzugeben, finden Sie hier.
Weiterhin wird durch die AG Klimawandel eine Kommunikationsstrategie erarbeitet, um das Thema „Anpassung an den Klimawandel“ in der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz zu vertiefen. Hierzu ist ein erstes Forschungsvorhaben abgeschlossen und ein weiteres wird zum Ende des Jahres vorliegen.
Durch weitere Forschungsarbeiten, wie z.B. zur ökonomischen Anpassungsforschung, wird das Wissen um die Folgen des Klimawandels und die notwendigen Anpassungsmaßnahmen weiter vertieft. Entsprechend sind Strategie und Aktionsplan lebendige Dokumente, da sie einer regelmäßigen Überarbeitung im Lichte neuer Erkenntnisse unterliegen.
Sowohl die Anpassungsstrategie wie auch der Aktionsplan werden laufend fortgeschrieben. Dazu wird die AG Klimawandel die Umsetzung der Anpassungsstrategie begleiten und regelmäßig darüber berichten.
Informationen über das regionale Klima und dessen voraussichtliche Entwicklung sind über eine Vereinbarung der Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt öffentlich zugänglich.
Das Regionale Klimainformationssystem ReKIS www.rekis.org ist ein interaktives Werkzeug zur Bereitstellung, Dokumentation, Bewertung und Interpretation von Klimadaten.
Für Sachsen-Anhalt werden folgende Themenschwerpunkte in ReKIS angeboten:
Karten und Grafiken
zu verschiedenen Klimaelementen und anderen klimarelevanten Themen aus den Bereichen Klimadiagnose, Klimaprojektionen und Klimafolgen
Gerasterte Klimadaten
Zugang zum Interpolations-Tool RaKliDa, mit dem Rasterklimadaten berechnet werden können. Diese können mit Hilfe von geografischen Informationssystemen weiter verarbeitet werden.
Bereitstellung von vorgerechneten (Referenz-) Rasterklimadaten.
Monitoring von Klimaveränderungen
Ergebnisse aus phänologischen Beobachtungen und der CO2-Konzentrationsmessung auf dem Brocken.
Analyse von Klimadaten
aus dem DWD-Beobachtungsnetz und den regionalen Klimamodelldaten.
© Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
(Stand:18.07.2012)


