Was ist ÖPP?

Unter Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) wird die langfristige, vertraglich geregelte Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft bei der Realisierung von Aufgaben aus dem öffentlichen Bereich verstanden. Die öffentliche Hand legt fest, welche Dienstleistungen und Infrastruktur sie benötigt, Private Unternehmen bieten diese im Wettbewerb untereinander an. Planung, Finanzierung, Bau, Unterhaltung, und Betrieb werden dann durch den privaten Partner erbracht. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Privaten bringen Know-how, Erfahrung und Kreativität ein. Die öffentliche Hand erhält die benötigten Dienste schnell, kostengünstig und in sehr guter Qualität.
Häufige Beispiele für ÖPP finden sich im Bereich Planung, Bau bzw. Sanierung von Gebäuden einschließlich Finanzierung und späterem Betrieb für 25 bis 30 Jahre. Bei jedem ÖPP-Modell wird vertraglich vereinbart, welche Seite welche Risiken trägt, so dass jedes ÖPP-Modell mit einem Risikotransfer verbunden ist. Für eine erfolgreiche Umsetzung eines ÖPP-Projektes ist eine interessensgerechte und faire Vertragsgestaltung Grundvoraussetzung. ÖPP sind ein Beitrag zu langfristiger Kostensicherheit und Transparenz, von Investitions-, Finanzierungs- und Bewirtschaftungskosten über den gesamten Lebenszyklus.
Eine Kooperation zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft in Form der ÖPP kommt nur dann in Betracht, wenn die Leistungen durch den Privaten effizienter, mit höherer Qualität und kostengünstiger erbracht werden als durch die öffentliche Hand. Wesentliches Instrument für die Prüfung aller in Betracht kommenden Handlungsoptionen ist ein Wirtschaftlichkeitsvergleich, der die verschiedenen Umsetzungsvarianten einander gegenüberstellt und bewertet.





