
finanziert vom Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt
Thema:
2/2008
2
Thema: Impressionen aus Peking
3 Auf ein Wort: Machen Sie mit und bleiben Sie fit!
4
Verbände: Da kegelt ja ein Blinder besser! Ein Besuch beim MSV 90 Magdeburg
5
Interview: Vom Leistungssport in die Politik, Dr. Detlef Eckert
6
Information: Behindertenbeauftragte der Landkreise und kreisfreien Städte
8 Thema: Vorgestellt: Der Behindertensportverband Sachsen-Anhalt e.V.
11
Beirat: Neufassung des Behindertengleichstellungsgesetzes in Vorbereitung
12 Aktuell: Netzwerk und Koordinierungsstelle zum Persönlichen Budget
Foto: Kronfoth
Ministerpräsident Wolfgang Böhmer empfing die Teilnehmer der
Olympischen Spiele und der Paralympics am 27.10.98 in der
Staatskanzlei
2008 war ein großes Sportjahr. Ein Höhepunkt waren die Paralympics vom 6. – 17. September. Für Deutschland gingen 171 Sportlerinnen und Sportler an den Start. Vier von ihnen kamen aus Sachsen-Anhalt und Andrea Eskau gewann sogar eine Goldmedaille. Alle Medien berichteten darüber. Die Fernsehbilder der Wettkämpfe wurden nicht mehr nur in Behindertenmagazinen gezeigt. Sportreporter berichteten in Sportsendungen darüber. Die chinesischen Zuschauer an den Wettkampfstätten verbreiteten eine super Stimmung. Die Eröffnungsfeier der Spiele beeindruckte die Zuschauer auf der ganzen Welt. Aber Behindertensport findet nicht nur alle vier Jahre statt, sondern jedes Jahr -das ganze Jahr. Die Teilnehmer der Paralympics sind Hochleistungssportler, die genau so hart trainieren wie die Teilnehmer der Olympischen Spiele. Sie haben nur zusätzlich eine Behinderung.

THEMA
Nur sechzehn Punkte trennten Kugelstoßer Ulrich Iser nach drei Versuchen von der ersehnten Finalteilnahme bei seinen dritten Paralympischen Spielen. Nach drei Stößen war der Wettkampf für ihn am 15. September 2008 in Peking mit Platz neun bereits vorbei. Iser stellte sich mit einem Infekt und deshalb auch nicht topfit dem Feld der 17 Athleten in seiner Startklasse. Zu gern hätte er seinen Erfolg von Sydney, als er die Bronzemedaille gewann, wiederholt. In den Qualifikationswettbewerben zu den Spielen hatte der 51jährige eindrucksvoll bewiesen, dass er noch immer zur Weltspitze zählt.
Trotzdem werden ihm die Spiele in Peking immer in guter Erinnerung bleiben. Für ihn als Rollstuhlfahrer waren es wahrhaft barrierefreie Tage. Vom Empfang am Flughafen über die Unterkünfte bis zu den Wettkampfstätten, überall war an die Belange von Menschen mit Behinderungen gedacht worden. In Peking waren alle Wege stufenlos angelegt. Alles war möglichst eben, mit nur wenigen flachen Rampen, gestaltet. „Ich bin lange nicht so viel allein herumgerollt, wie in China“, erzählte er lachend. Die Teilnehmer der Paralympics wohnten in denselben Häusern des olympischen Dorfes, in denen Tage zuvor die Olympiateilnehmer schliefen. Sein Zimmer lag im Erdgeschoss. Dadurch wurde ihm sofort die Angst genommen, noch einmal so ein Erlebnis zu haben wie in Athen. Als dort in der Nacht der Fahrstuhl ausfiel, musste er die Treppen auf dem Po rutschend bewältigen. Es gab Behinderten WC und auch die Duschen waren für Rollstuhlfahrer benutzbar.
Unvergesslich wird ihm auch die Begeisterung der chinesischen Zuschauer bleiben. Schon am Vormittag, zu den Vorentscheiden, waren die Ränge des Leichtathletikstadions voll besetzt. Ganze Familien, von der Oma bis zum Kleinkind, feuerten nicht nur ihre eigenen Sportler lautstark an. Eines Abends beschloss er mit acht anderen Athleten einen Ausflug in die „Verbotene Stadt“ zu unternehmen. Unterwegs konnte er die Begeisterung der Bevölkerung am eigenen Leib spüren. „Die setzten uns einfach die Kinder auf den Schoß und machten dann ihre Fotos“, erzählt er.
Durch die Ausrichtung der Paralympischen Spiele hat sich in China viel verändert. Noch vor wenigen Jahren wurden Menschen mit Behinderungen nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Behinderungen galten als Makel. Wenn der behinderte Mensch Glück hatte, wurde ihm Mitleid geschenkt. Heute
Foto: A. Holz
Ulrich Iser im Leichtathletikstadion von Peking,
dem sogenannten Vogelnest
sind die chinesischen Sieger der Spiele und die Darsteller der Eröffnungs-und Schlussfeier zu Stars in ihrer Heimat geworden. Ulrich Iser wundert es auch nicht, dass China die Nationenwertung auch bei den Paralympischen Spielen gewann. In China leben 80 Millionen behinderte Menschen, das sind so viele wie Deutschland Einwohner hat. Im Vorfeld der Spiele fand eine beispiellose Talentsuche und –förderung statt. Die ausgesuchten Sportler bekamen die gleiche umfassende Unterstützung wie die Olympiakader. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren zwar schon viel getan, aber gerade, was die Förderung im Kinder-und Jugendbereich betrifft, sind Sportler mit Behinderungen noch nicht überall gleichgestellt. Nur wenige werden an den Spezialschulen des Sports oder den Leistungszentren gefördert.
Ulrich Iser hat vor seinem Arbeitsunfall aktiv Fußball gespielt. Sport gehörte immer zu seinem Leben. Auch im Rollstuhl wollte er wieder Sport treiben und fing schon in der Reha damit an. Heute dankt er nicht nur seinen Förderern sonder auch den Zweiflern. Der Therapeutin, die ihm damals sagte: „Sport – das schaffen sie nie!“, wollte er es beweisen. Dieser Beweis ist ihm gelungen. Einen besonderen Dank richtet er an seine Familie, denn ohne ihre Hilfe und Unterstützung wäre vieles nicht möglich gewesen. Er will auch weiter Sport treiben, gemäß seinem Motto: „Wer rastet – der rostet!“
AUF EIN WORT
Adrian Maerevoet, Landesbehindertenbeauftragter
nun halten Sie unsere zweite Normal in neuem Gewand in ihren Händen. Sie erinnern sich, dass die Zeitschrift des Landesbehindertenbeirates zukünftig klarer, strukturierter und barrierefrei erscheinen sollte. Und so habe ich Sie aufgefordert, das letzte Exemplar zu testen und Verbesserungsvorschläge zu benennen. Wir haben ihre Anregungen soweit möglich aufgegriffen. Ob es funktioniert hat, sehen sie selber. Aber wenn es eine Zeitschrift von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen sein soll, dann wäre es schön, wenn Sie weiterhin sowohl konstruktive Kritik üben, als auch Ideen und Artikel beitragen würden.
Als Leitthema haben wir diesmal den Behindertensport ausgewählt. Zum einen konnten wir ja die paralympischen Spiele verfolgen aber allein vom Zuschauen hält man sich nicht so richtig fit. Zumindest nicht körperlich. Dabei wissen wir alle, wie wichtig es ist, sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Solange man jung ist, sprüht man noch oft voller ungestümer Kraft doch je älter man wird oder je intensiver eine Mobilitätseinschränkung vorliegt, umso mehr ist jeder auf den Erhalt seiner körperlichen Fähigkeiten angewiesen. Ich habe zum Jahresbeginn nach langem Zögern und vielen Ausreden damit angefangen, mich sportlich zu betätigen. Ich kann Sie nur einladen, sofern sie nicht schon aktiv sind, dies nachzumachen. Und bedenken Sie die Alternative.
Für viele Menschen führt mangelnde Aktivität zu zunehmenden Einschränkungen oft in Verbindung mit schmerz-vollen Leiden. Auch werden diese immer mehr von Dienstleistungen anderer abhängig und ist es wirklich dass, was Sie sich selbst wünschen? Die Alternative ist ein möglichst selbst-bestimmtes Leben und ein älter werden in Würde. Deshalb lassen sie sich anregen durch diese Ausgabe der „normal!“ sportlich aktiv zu werden oder zu bleiben. Entdecken Sie Ihre Stärken und entwickeln Sie so ihre ganz persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Nahtlos fügt sich ein Thema an, was uns die nächsten Jahrzehnte mit zunehmender Intensität begleiten wird, die demografische Entwicklung. Unsere Gesellschaft schrumpft und altert in außerordentlich kurzer Zeit. Die nackten Zahlen dieser Entwicklung sind bekannt. Doch was bedeutet das für jeden einzelnen Menschen, wenn viele weitere Kindergärten und Schulen schließen müssen? Lebensmittelläden oder Geschäfte für den alltäglichen Bedarf werden weiter abnehmen. Der im flachen Land ohnehin schon oft kaum mehr vorhandene öffentliche Personennahverkehr wird noch weiter zurückgehen. Wie soll man von einem Ort zum anderen kommen, wenn man kein Auto hat: Wie soll man die Mindestanforderungen an ein noch so einfaches Leben erfüllen? Menschen mit Handicaps werden davon keinesfalls verschont bleiben. Die Sozialkassen sind bereits jetzt schon fast leer und ein Mangel an Fachkräften ist absehbar. Die Heime werden deshalb absehbar eher nur noch verwahren als fördern können. Damit sind sie zukünftig höchstens noch für die Menschen eine Alternative, die umfassend darauf angewiesen sind. Und da wir nicht erwarten können, dass es ein anderer für uns richtet, werden wir selbst unser Schicksal in die Hand nehmen müssen. Deshalb erhöhen und erhalten Sie, wo immer möglich, Ihre Selbständigkeit! Beteiligen Sie sich am Leben der Gemeinschaft und stärken und unterstützen sie sich gegenseitig. Gerade in dieser Zeit brauchen wir eine besonders starke Lobbyarbeit, wenn wir die anstehenden Herausforderungen in einer sozialen Gesellschaft erleben wollen.
Ich weiß auch, dass Sport kein Allheilmittel ist, aber ein möglichst fitter und trainierter Körper ist stabiler und verhindert nicht nur Schmerzen und zunehmende Gebrechen. Er stärkt insbesondere Ihre Selbständigkeit und fördert ein selbstbestimmtes Leben. Und denken Sie dabei immer an die Aussicht, in Anstand und Würde alt zu werden. Gehen Sie möglichst aufrecht durch die Welt.

Verbände
Stimmt. Vor allem wenn es sich um einen deutschen Meister oder einen anderen erfolgreichen Sportler oder eine Sportlerin vom MSV 90 Magdeburg handelt. Montags und donnerstags kann man die blinden und sehbehinderten Mitglieder der Sektion Behindertensport auf der Kegelbahn in der Bodestraße treffen. Hier wird geredet, gelacht und natürlich trainiert. Man sieht es schon an der Kleidung. Keiner ist im Freizeit-Outfit wie es bei Feierabendkeglern so üblich ist, sondern hier schwitzt man in Sportkleidung. Die 18 Sportlerinnen und Sportler sind meist zwischen 25 und 40 Jahre alt.
Blind Kegeln? Geht das überhaupt? Es sieht schon etwas anders aus. So wird nicht mit der Kugel angelaufen, sondern man steht zum Abwurf mit leicht gegrätschten Beinen auf der Bahn. Neben dem Sportler steht ein sehender Trainer, der mit Worten die genaue Richtung angibt. Gekegelt wird mit beiden Händen aus der gebückten Haltung heraus, tief bücken, Schwung holen und ab . Der Trainer sagt die Anzahl der gefallenen Kegel an. Es folgt die nächste Kugel. Anders als beim Feierabendkegeln, nach dem Motto drei Wurf – ein Bier, werden hier ganze Serien hintereinander geworfen. Wer so viel trainiert, der will seine Leistungen auch zeigen. Bei Landesmeisterschaften, Freundschaftsturnie-ren oder beim Kegeln um den Ostseepokal kommen die Sieger häufig aus Magdeburg.
Foto: A. Selle
Internationales (Italien) Die Damen des MSV 90 belegten den 3. Platz und die Herren den 4. Platz und waren damit jeweils die beste deutsche Mannschaft.
Torballturnier in Bozen Je nach Sehrest starten die Teilnehmer in drei verschiedenen Wettkampfklassen. Es wird sowohl auf Asphalt wie auch auf Bohle gekegelt. Bei den letzten deutschen Meisterschaften wurden Andrea Hartseil, Silvio Hartseil und Jürgen Bethge Deutsche Meister in ihren Wettkampfklassen. Jürgen Bethge holte sogar zwei Titel. Gabriele Meyer, Annett Selle, Silvana Jäckel, Astrid Mertens, Regina Bethge und Tilo Behrendt holten Silber und Bronze. Andere mussten sich mit Plätzen ohne Medaille zufriedengeben.
An jedem Freitag wird in der Sporthalle in der Magdeburger Bodestraße Torball trainiert. Torball ist eine Sportart speziell für blinde und sehbehinderte Menschen. Es gibt keine Einteilung nach unterschiedlichen Sehresten. Wer etwa noch hell-dunkel unterscheiden kann, der muss eine lichtundurchlässige Brille tragen. Zu einer Mannschaft gehören drei Spielerinnen oder Spieler. Drei Leinen, mit Glöckchen daran, sind über das Spielfeld gespannt. Auf jeder Schmal-seite eines rechteckigen Spielfeldes wird ein Tor errichtet. Der zum Einsatz kommende Ball muss hörbar werden, wenn er bewegt wird. Für einen regelgerechten Wurf muss der Ball unter den drei über das Spielfeld gespannten Leinen hindurchgeworfen werden. Ziel des Spieles ist es, den Ball so zu werfen, dass er in das gegnerische Tor gelangt, während die andere Mannschaft dies zu verhindern sucht. Im nächsten Spielzug übernimmt die verteidigende Mannschaft das Angriffsspiel und die vorherigen Angreifer verteidigen ihr Tor. Auch im Torball sind die Magdeburger erfolgreich. 2008 nahmen sie an internationalen Turnieren in Deutschland, Belgien und der Schweiz teil.
Neben dem Sport wird gemeinsam gefeiert oder es werden Ausflüge organisiert. Ihre diesjährige Vereinsfahrt führte nach Dresden. Durch die vielen Reisen zu Wettkämpfen sind sie zu Experten über Verkehrsverbünde in Deutschland geworden, denn das Geld ist fast immer sehr knapp.
Wer sich mit einem von ihnen unterhält, vergisst leicht, dass sein Gegenüber nichts sieht. Durch den Sport haben alle eine Körperhaltung und eine Sicherheit beim Bewegen gewonnen, die sie von vielen anderen behinderten Menschen unterscheidet. Ihre Lebensfreude ist ansteckend, sodass man sofort mitmachen möchte. Alle blinden und sehbehinderten Menschen sind dazu herzlich eingeladen.
Interview
Dr. Detlef Eckert
Behindertenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE Wir wollen in der „normal!“ in jeder Ausgabe einen Politiker oder eine Politikerin aus Sachsen-Anhalt zu Wort kommen lassen. Heute beginnen wir diese Serie mit dem Behindertenpolitischen Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Dr. Detlef Eckert.
Herr Dr. Eckert, was verbindet Sie persönlich mit dem Sport und speziell mit dem Behindertensport?
Ich bin nicht nur Behindertenpolitischer sondern auch Sportpolitischer Sprecher meiner Fraktion. 1969 war ich DDR-Vizemeister im Hochsprung. Am 10. August 1973 hatte ich einen schweren Unfall. 1979 begann ich mit dem Behindertensport, der damals noch Versehrtensport hieß. Ich wurde auf Anhieb DDR-Meister in gleich fünf Disziplinen. Nach der Wende wurde ich Aktivensprecher des Deutschen Versehrtensportverbandes. Ich war 1992, 1996 und 2000 bei den Paralympics.
Wie sehen Sie die Entwicklung im Behindertensport der letzten Jahre?
Seit ca. 1990 ist eine immer stärkere Integration des Behindertensports in den regulären Sportbetrieb zu beobachten. Seit 1996 gibt es einen gemeinsamen Empfang beim Bundespräsidenten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Olympischen Spiele und der Paralympics. Bis dahin wurde sorgfältig getrennt. Wir bekommen seitdem die gleiche Ausstattung, also Kleidung, wie die Olympiateilnehmer. Die Olympiastützpunkte wurden für uns offiziell geöffnet. Mittlerweile gibt es sogar Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche, um auch Sportlerinnen und Sportler mit Behinderungen beruflich abzusichern. Aber noch immer wird eine Olympiamedaille höher honoriert als ein Sieg bei den Paralympics. Positiv dagegen ist, dass wir auf Initiative der Landesregierung in Sachsen-Anhalt einen Trainer nur für den Nachwuchs im Behindertensport haben. Dies ist ein Anfang.
Um international weiter erfolgreich zu sein, brauchen wir mehr Wissenschaft, mehr soziale Sicherheit und mehr qualifizierte Trainer auch in den Vereinen. China hat uns in diesem Jahr gezeigt, was man damit erreichen kann.
Soviel zum Leistungssport, Behindertensport ist aber mehr.
Rehakliniken weisen verunfallte Menschen leider zu wenig auf die Möglichkeiten des Sports hin. Mir hat damals ein Arzt gesagt: „Wenn du keinen Sport mehr treibst, kannst du dich bald vergessen.“ Das habe ich zum Glück beherzigt. Andere Ärzte rieten eher ab. Es besteht Weiterbildungsbedarf über die Möglichkeiten des Sports bei der Wiedereingliederung und für die Herausbildung neuer notwendiger Fähigkeiten.
Welche Aufgaben sehen Sie im Bereich des Kinder-und Jugendsports?
Leider sind unsere Sportschulen und vor allem die dort beschäftigten Lehrer noch viel zu wenig auf Kinder mit Behinderungen eingerichtet. So ist es zurzeit nicht möglich, ein blindes Kind, welches bisher integrativ beschult wurde, am Sportgymnasium in Halle zu unterrichten. Es soll die Förderschule in Königswusterhausen besuchen. Die absurde Begründung: Man kann es doch nicht in seiner Entwicklung behindern, weil die Lehrer es am Sportgymnasium nicht entsprechend fördern können.
Sind sie auch der Meinung, Sport wäre ein gutes Mittel zur Integration?
Natürlich, aber auch die Behindertensportvereine müssen sich den Nichtbehinderten gegenüber öffnen. Warum nicht gemeinsam oder gegeneinander kegeln. Es kommt ja nicht nur auf den Sieg an. Sport ist ein Miteinander. Ich selbst habe einmal im Urlaub jemanden gesucht, der mit mir Tischtennis spielt. Also sprach ich einen an. Der war so erschüttert: „Gegen einen Einbeinigen spielen?“ Nach dem dritten Schmetterball hat er angefangen, ernsthaft zu spielen. Mein Urlaub war gerettet, vor allem weil er nur selten gegen mich gewann. Das gemeinsame Sporttreiben kann gar nicht früh genug anfangen. Gemeinsam spielen im Kindergarten, in einer Schule zusammen lernen, in der Freizeit zusammen etwas unternehmen sind die besten Wege um die Fähigkeiten des Anderen schätzen zu lernen. So verhindern wir Barrieren in den Köpfen, bevor sie entstehen.
Information
Behindertenbeauftragte der Landkreise und kreisfreien Städte
Das Behindertengleichstellungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt sieht in § 7a vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte Behindertenbeauftragte zu bestellen haben. Die Behindertenbeauftragten sorgen für die Verwirklichung der Gleichstellung behinderter Menschen sowie für ihre Einbeziehung in kommunale Planungen und Entscheidungsprozesse. Sie sind zugleich Ansprechpartner für die behinderten Menschen, ihre Angehörigen und Interessenvertretungen im jeweiligen Territorium, nehmen ihre Hinweise und Kritiken entgegen und beraten sie über ihre Rechte und Mitwirkungsmöglichkeiten.
Susanna Krepinsky
Am Flugpatz 1 06366 Köthen
Tel.: (03496)601769 Fax: (03496)601452
Susanna.Krepinsky@Anhalt-Bitterfeld.de
Lutz Blumeyer
Landratsamt Gerikestraße 104 39340 Haldensleben
Tel.: (03904)72401301 Fax: (03904)72401270
gleichstellung@boerdekreis.de
Ines Prassler
Schönburger Str. 41 06618 Naumburg
Tel.: (03445)731712 Fax: (03445)731276
prassler.ines@blk.de
Stand: Oktober 2008
Erhard Siebert
Stadtverwaltung Zerbster Straße 4 06844 Dessau-Roßlau
Tel.: (0340)2042757 Fax: (0340)2042905
Dr. Toralf Fischer
Marktplatz 1 06108 Halle (Saale)
Tel.: (0345)2214022 Fax: (0345)2214024
toralf.fischer@halle.de
Silvia Illas
Friedrich-Ebert-Str. 42 38820 Halberstadt
Tel.:(03941)59704188 Fax:(03941)59704626
behindertenbeauftragte@kreis-hz.de
Renate Tangermann
Bahnhofsstraße 8-9 39288 Burg
Tel.:(03921)9491600 Fax:(03921)9499099
Gsb@lkjl.de
Landeshauptstadt Magdeburg
Hans-Peter Pischner
Bei der Hauptwache 4 39104 Magdeburg
Tel.:(0391)5402342 Fax:(0391)5402491
p.pischner@stadt.magdeburg.de
Undine Knorr-Linde
Rudolf-Breitscheid-Str. 20-22 06526 Sangerhausen
Uknorr-linde@mansfeldsuedharz.de
Cornelia Höhne
Domplatz 9 06217 Merseburg
Tel.:(03461)401382 Fax:(03461)401352
Cornelia.Hoehne@saalekreis.de
Torsten Sielmon
Karlsplatz 37 06406 Bernburg
Tel.:(03471)324479
Torsten.Sielmon@t-online.de
Anneliese Raup
Hospitalstraße 1-2 39576 Stenda l
Tel.:(03931)607041 Fax:(03931)213060
Anneliese.Raup@Landkreis-Stendal.de
Ute Eckelmann
Behindertenverband Straße der Völkerfreundschaft 129 06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.:(03491)496322 Fax:(03491)496333
u.eckelmann@behindertenverband-wittenbergggmbh.de


Norbert Block 1-
Sankt-Georg-Straße 29 29410 Salzwedel
Tel.: (03901)36841 Fax: (03901)33576
norbert.block-praesident@bssa.de
Thema
Der Behinderten-und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e.V. (BSSA) bietet behinderten, chronisch kranken, leistungsgeminderten und älteren Menschen vielfältige Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Die konkreten Angebote bieten Sportvereine überall im Land. Jeder Mensch, unabhängig von Art und Schwere seiner Beeinträchtigung, kann hier Sport treiben. Der BSSA gründete sich 1990 in Halle/S. Aus damals 1200 Mitgliedern in 23 Vereinen sind bis zu diesem Jahr 13 000 Mitglieder in 104 Vereinen geworden. Damit gehört der BSSA zu den fünf größten Fachverbänden im Landessportbund.
Behindertensport versteht sich vom Grundsatz her als Maßnahme der Prävention und Rehabilitation. Sport im Sinne von Bewegung und Spiel kann helfen, mit einer Behinderung oder Erkrankung besser umzugehen und sie akzeptieren zu lernen. Dies führt häufig zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen. Beim Sport finden viele Menschen leichter Kontakt zu anderen. Sport in einem Verein ist ein Weg, über Familie und Beruf hinaus aktiver am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. 400 speziell geschulte Fachübungsleiter und über 150 Ärzte unterstützen die Sportler in den Vereinen.
Die sportlichen Angebote des BSSA umfassen drei Bereiche: den Rehabilitationssport, den Freizeitsport und den Wettkampf-und Leistungssport.

Rehabilitationssport ist eine ärztlich verordnete sportliche Betätigung in Gruppen zum Erreichen eines Rehabilitationsziels. Diese ärztliche Verordnung belastet nicht das Budget des Haus-oder Facharztes. Er füllt dazu das Formblatt 56 mit der Diagnose und dem Rehabilitationsgrund oder –ziel aus. Zusätzlich kann er eine Reha-Sportart empfehlen. Diese Verordnung reicht der Patient bei seiner Kasse ein. Mit der genehmigten Verordnung wendet man sich dann an einen Sportverein, der Reha-Sport in zertifizierten Übungsgruppen anbietet (SGB IX im § 44).
Rehabilitationsziele können sein:
-die Verbesserung des Gesundheitszustandes nach einer schweren Erkrankung oder Operationen wie z.B. einem Gelenkersatz. Durch gezielte sportliche Betätigung wird die Beweglichkeit erhöht und die berufliche und gesellschaftliche Eingliederung gefördert. -die Steigerung der Leistungsfähigkeit vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z.B. Herzinfarkt. Hier hilft Sport, dass die Betroffenen ihr Leistungsniveau und Vertrauen in die Belastbarkeit ihres Körpers wieder erreichen. -Erhalt des Gesundheitszustandes oder der Leistungsfähigkeit. Viele Behinderungen und chronische Erkrankungen führen zu einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit. Das Leistungsvermögen sinkt mehr oder weniger schnell. -Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder ihren Eintritt noch auf Jahre hinauszuzögern durch zielgerechte sportliche Übungen. Auch wer bereits Pflegeleistungen erhält, kann noch einer Verschlimmerung vorbeugen.
Rehabilitationssport findet, anders als Physiotherapie, in Gruppen statt. Behinderte und kranke Menschen, die allein sind und mit ihrem Schicksal hadern, finden hier ähnlich Betroffene. Sie helfen sich gegenseitig mit Rat und Tat, nicht nur beim Sport. Behinderungen werden so leichter akzeptiert. Innerhalb der Sportgruppen entstehen neue soziale Kontakte und sogar manchmal Freundschaften. Psychische Folgen der Vereinsamung können vermieden werden. Jeder, der Sport zu seiner Rehabilitation benötigt, hat auch einen Anspruch darauf. Gesetzliche Grundlage ist die Rahmenvereinbarung vom 01.01.2007 zum § 44 SGB IX, durch die die Umsetzung deutschlandweit geregelt ist.

Ein Paar im Kampf um den Sieg Sportler mit und ohne Behinderungen beim „Balltransport“ während der Landessportspiele in Staßfurt 2008
Foto: pandamedien
Hier ist festgelegt, bei welchen Behinderungen und bei welchen Krankheiten jeweils ein Anspruch auf 50, 90 oder sogar 120 Übungseinheiten besteht. Mögliche Diagnosen können nicht nur innere oder orthopädische Erkrankungen oder Behinderungen sein. Auch bei Sinnesbehinderungen, sogenannten geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen besteht die Möglichkeit, Rehabilitationssport zu verordnen.
In Sachsen-Anhalt arbeiten zurzeit mehr als 1000 zertifizierte Rehabilitationssportgruppen. Wo genau, erfährt man bei den Krankenkassen und beim BSSA. Die Gruppen werden grundsätzlich von Fachübungsleitern geleitet, die eine Lizenz für den jeweiligen Erkrankungsbereich haben. Ein Arzt muss jeder Übungsgruppe beratend zur Seite stehen. In Rehabilitationsgruppen mit herzkranken Menschen muss sogar immer ein Arzt anwesend sein. Um den wachsenden Bedarf an neuen Koronarsportgruppen zu decken, ist der BSSA ständig auf der Suche nach Ärzten, die seine Arbeit unterstützen.
Die einen wollen auch ohne ärztliche Verordnung etwas für ihre Gesundheit tun, andere wollen aus Lust an der Bewegung gern Sport in ihrer Freizeit treiben.
Menschen, die aufgrund von Behinderungen oder Krankheiten teilweise leistungsgemindert sind, finden in den Vereinen des BSSA vielfältige Angebote und Gleichgesinnte. So werden Leichtathletik, Schwimmen, Gymnastik, Tischtennis mit und ohne Rollstuhl, Rollstuhltennis, Prellball, Reiten, Schach, Bogenschießen, Sitzvolleyball, Rollstuhl-Rugby und Wintersport angeboten. Im Kegeln, Bosseln, Torball, Sitzball, Fußball und Rollstuhlbasketball gibt es sogar einen Ligabetrieb. Der BSSA hilft bei der Aus-und Weiterbildung der Übungsleiter und Trainer, bei der Hallensuche und unterstützt die Sportler auch finanziell bei der Beschaffung von Sportgeräten und mit Fahrtkostenzuschüssen bei Fahrten zu Wettkämpfen.
Leistungssportler vollbringen Höchstleistungen unter optimaler Ausnutzung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Für sie ist Sport mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Die Ergebnisse der Paralympics zeigten, wie viel hochprofessionelles Training nötig ist. Der BSSA fördert an den Olympiastützpunkten Athleten mit Behinderungen und junge Nachwuchssportler in allen Bereichen.

Gemeinsam in einem Boot Am 06.09.08 fanden auf der Elbe bei Tangermünde die 1. Deutschen Drachenbootmeisterschaften für Menschen mit Behinderungen statt. Jeweils die Hälfte einer Bootsbesatzung bestand aus behinderten Menschen. Organisiert wurde diese Veranstaltung u.a. vom Allgemeinen Behindertenverband Stendal.


Fortsetzung von Seite 9
Landessportspiele für Behinderte und ihre Freunde
Sportlicher Höhepunkt vieler Mitglieder des BSSA sind die jährlich stattfindenden Landessportspiele. In diesem Jahr fanden sie am 28. Juni in Staßfurt unter Schirmherrschaft der Ministerin für Gesundheit und Soziales, Dr. Gerlinde Kuppe, statt. Sportspiele der Behinderten und ihrer Freunde beinhalten, dass immer ein Sportler oder eine Sportlerin mit einer Behinderung und ein nichtbehinderter Partner oder eine Partnerin ein Team bilden. Für die Menschen, die allein angereist waren, stellten sich 120 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen Aschersleben/Staßfurt zur Verfügung. Gemeinsam galt es dann in so interessanten Sportarten wie Zielwerfen in Bergbauloren, Balltransport, Salzsäckchenzielwurf oder Rolli-Slalomsprint das Siegerteam zu ermitteln.
Die nächsten Landessportspiele finden am Samstag, dem 24.Oktober 2009, in Halle in der großen Brandbergehalle statt. Auch (noch) Nichtmitglieder des BSSA sind herzlich eingeladen zum Mitmachen oder Zuschauen. Mitmachen und dabei sein lohnt sich auf jeden Fall …
| Andrea Eskau | Ali Ghardooni |
| Sportart: Handbike | Sportart: Diskus |
| Verein: USC | Verein: GBS |
| Magdeburg | Haldensleben |
| Geb.: 21.03.1971 | Geb.: 25.02.1979 |
| Beh.: | Beh.: Kinderlähmung |
| Querschnittslähmung | |
| Gold im Handbike | 4. Platz im Diskus- |
| Straßenrennen | werfen, |
| Wurf im Sitz |
Info: BSSA
Kontakt:
Behinderten-und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e.V.
Am Steintor 14 06108 Halle
Tel.: 0345-5170824 Fax: 0345-5170825
www.bssa.de
Präsident: Norbert Block Geschäftsführerin: Andrea Holz
Hier bekommt man Auskünfte über Angebote im Behindertensport und Hilfen bei der Gründung neuer Sportgruppen.
| Ulrich Iser | Manuel Krüger |
| Sportart: Kugelstoßen | Sportart: Schießen, |
| Verein ABSV Halle 53 | Pistole |
| Geb.: 14.04.1957 | Verein: SV Bad |
| Beh.: | Dürrenberg |
| Querschnittslähmung | Geb.: 31.10.1980 |
| Beh.: Linker Arm | |
| gelähmt | |
| 3. Paralympics | 1. Paralympics |
Wir arbeiten daran mit
Neufassung des Behindertengleichstellungsgesetzes in Vorbereitung
Das Gleichstellungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt für Menschen mit Behinderungen (BGStG LSA) trat im November 2001 in Kraft. Es war das zweite Landesgleichstellungsgesetz in der Bundesrepublik. Es regelt allgemeine Ziele der Behindertenpolitik des Landes und die Interessenvertretung der Menschen mit Behinderungen. So werden die Aufgaben des Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen bestimmt, ebenso die des Runden Tisches und des Landesbehindertenbeirates. Die Gebärdensprache für Gehörlose wird als eigene Sprache anerkannt und ein Verbandsklagerecht eingeführt.
Inzwischen sind sieben Jahre vergangen. Seit 2002 gibt es das Bundesgleichstellungsgesetz (BGG). Nach und nach haben auch die anderen Bundesländer solche Gesetze erlassen. Vertreter von Behindertenverbänden und Mitglieder des Landesbehindertenbeirates haben deshalb gefordert, die Erkenntnisse aus diesen Gesetzgebungsverfahren und die bisherigen Erfahrungen in Sachsen-Anhalt zu nutzen und unser Landesgesetz entsprechend anzupassen.
Diesem Anliegen ist das Ministerium für Gesundheit und Soziales gefolgt. Das zuständige Referat im Ministerium und der Landesbeauftragte Adrian Maerevoet haben dem Beirat und seinen Arbeitsgruppen einen abgestimmten Arbeitsentwurf für eine Neufassung des Landesgleichstellungsgesetzes vorgelegt. Das Gesetz soll dabei nicht völlig neu geschrieben, sondern in wesentlichen Punkten ergänzt und präzisiert werden. Der Beirat hat sich in seiner Sitzung am 30. August mit dem Entwurf befasst und ihm grundsätzlich zugestimmt. Er soll möglichst noch in diesem Jahr dem Kabinett zugeleitet und dann in das parlamentarische Verfahren des Landtags eingebracht werden.
Was soll im Gesetzentwurf neu geregelt werden? Als wichtigste Neuerung soll die Verbesserung der Barrierefreiheit eindeutig geregelt werden. Der Begriff wird aus dem Bundesgesetz übernommen. Ziel soll es sein, die Barrierefreiheit im politischen Leben zu fördern, z.B. bei Wahlen. Sie soll im Bereich des Bauens, des Verkehrs und der Kommunikation durchgesetzt werden. Informationen und Internetseiten von Landesbehörden, Bescheide und Vordrucke sollen künftig barrierefrei gestaltet werden und auch in leicht verständlicher Sprache zur Verfügung stehen.
Der Vorrang der gemeinsamen Erziehung und Bildung behinderter und nicht behinderter Kinder und Jugendlicher soll gestärkt werden. Die Vertretungsbefugnisse von Behindertenverbänden und das Verbandsklagerecht sollen klarer formuliert werden. Die Verbände sollen, ähnlich wie nach dem Bundesgleichstellungsgesetz, Zielvereinbarungen mit Partnern aus Verwaltung und Wirtschaft abschließen können, um die Barrierefreiheit auf bestimmten Gebieten schrittweise zu verbessern.
Hans-Peter Pischner
Politische Bildung und Mitwirkung wirklich für alle?
| Die AG Rehabilitation und Integration des Runden | Der Behindertenbeirat fasste dazu einen |
| Tisches bemüht sich seit über einem Jahr um die | Beschluss und in Kürze gibt es ein erstes Gespräch. |
| stärkere Einbeziehung behinderter Menschen, die | Es geht dabei nicht nur um Schulung und |
| in Heimen und Wohnstätten leben, in die Arbeit | Anleitung von AssistentInnen, sondern auch um |
| der Interessenvertretungen auf Landesebene. | die Bereitstellung von Literatur und Informa- |
| Dazu legte sie dem Behindertenbeirat ein Konzept | tionsmaterialien in leichter Sprache und möglichst |
| vor, das einen Weg zur Gewinnung von Assistent | barrierefreier Form. In einer Zielvereinbarung |
| Innen für die interessierten VertreterInnen und | könnten die wichtigsten Schritte festgehalten |
| deren Schulung aufzeigt. Der Beirat beschloss das | werden. |
| Konzept. | |
| Die InteressenvertreterInnen der in den Einrich- | |
| Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung dieses | tungen lebenden Menschen mit Behinderung |
| Konzeptes muss nach unserer Auffassung und | haben mit dem Einmischen schon begonnen und |
| sicher auch nach ihrem Selbstverständnis die | brauchen fachkundige Hilfe. Wir erwarten von der |
| Landeszentrale für politische Bildung spielen. Sie | Landeszentrale ein Angebot oder wenigstens |
| hat sich selbst die Aufgabe gestellt, so genannte | wohlwollendes Entgegenkommen unseren Vor |
| politikferne Gruppen an Politik heranzuführen, sie | schlägen gegenüber. |
| für demokratische Prozesse zu interessieren und | Dr. Jutta Hildebrand |
| einzubeziehen. |
AKTUELL
Perspektive B.
Netzwerk und Koordinierungsstelle zum Persönlichen Budget
Die bisherigen Erfahrungen in der Umsetzung des Persönlichen Budgets zeigen, dass insbesondere die fehlende Beratung und Unterstützung der Budgetinteressenten einer Inanspruchnahme dieser neuen Leistungsform im Wege stehen. Notwendig sind Ansprechpartner in den Regionen, die kompetent und parteiisch im Sinne behinderter Menschen aufklären sowie Beratung und Unterstützung leisten können. Auf der Internetseite -www.budget-lsa.de werden vorhandene Beratungsinstanzen zum Thema Persönliches Budget in den Regionen zusammengefasst. Der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt ist Träger des Projektes. Das PARITÄTISCHE Kompetenz-
In leichter Sprache
Die Lebenshilfe Bremen e.V. hat ein Heft zum Thema „Ich wünsche mir ein Kind! Ich bin schwanger! Ich habe ein Kind!“ herausgegeben. Es wurde extra für Menschen mit Lernschwierigkeiten gestaltet. In einfacher Sprache werden Probleme rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt dargestellt. Auf 30 Seiten werden viele damit im Zusammenhang stehende Fragen beantwortet. Es geht also auch um Fragen des Wohnens, der Arbeit und natürlich um Geld. Das Heft kann von Beratungsstellen, Betreuungskräften und von Betroffenen selbst bestellt werden und kostet 6.00 Euro (incl. Verpackung und Porto).
Lebenshilfe Bremen e.V. Wallerstraße 55 28217 Bremen
Telefon: 0421 387770 Fax: 0421 3877799 zentrale@lebenshilfe-bremen.de
Impressum
Herausgeber:
Der Landesbehindertenbeirat, vertreten durch den Beauftragten der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen Adrian Maerevoet (V.i.S.d.P.)
Turmschanzenstraße 25 39114 Magdeburg
Tel.: 0391 567-6985/ 4564 Fax: 0391 567-4052
behindertenbeauftragter@ ms.sachsen-anhalt.de
Alle Rechte für diese Ausgabe liegen beim Herausgeber. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung.
zentrum zum Persönlichen Budget bietet eine Vielzahl von Informationen und organisiert Fachveranstaltungen. Hier finden Sie sowohl regionale Beratungsangebote für Sachen-Anhalt als auch überregionale zum Persönlichen Budget. Nähere Informationen erhalten sie auch über:
Marcel Kabel Der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt Wiener Str. 2 39112 Magdeburg
Tel.: 0391-6293 508 Fax: 0391-6293 433
Zum Weihnachtsfest
Er ist wieder da, der neue Kalender von Philipp Hubbe. Zum ver-und sich selber schenken kann er ab sofort im Buchhandel sowie bei Amazon erworben werden. Dreizehn freche, farbige und neue Cartoons zum Thema Behinderung begleiten durch das Jahr 2009.
Format: 30,1 cm x 39,2 cm
ISBN: 978-3-83037255-4
Preis:
13.95 Euro
Redaktion:
Redaktionsausschuss des Landesbehindertenbeirates, Verantwortliche: Sabine Kronfoth
Layout:
Sabine Kronfoth in Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)
Druck:
KOCH-DRUCK, Halberstadt Tel. 03941/6900-0 info@koch-druck.de
,.
Magdeburg • Stendal